21. Oktober 2018 Ursula

Wunibald [Ahdt.: »Freude« u. »mächtig«] OSB

Hl., geb. 701 in Südengland, war der Bruder Willibalds und Walburgs. Bonifatius gewann auf seiner zweiten Romreise 737/738 Wunibald für die deutsche Mission. Hier wirkte Wunibald in Thüringen, in der Oberpfalz und in Mainz. 752 gründete er in der Diözese Eichstätt, wo sein BruderWillibald Bischof war, im Hahnenkammgebiet das Kloster Heidenheim. Von hier aus erneuerte und festigte er das verwilderte religiöse Leben der umwohnenden Bevölkerung. Wunibald starb am 18. Dezember 761 in Heidenheim. Seinen noch unversehrten Leib erhob am 2. September 777 sein Bruder Willibald. – Ein Hochgrab Wunibalds von 1483 steht heute noch in der jetzt evangelischen, ehemaligen Klosterkirche. Die Reliquien Wunibalds wurden in der Reformation an verschiedene Orte übertragen. Dargestellt im Benediktinerhabit mit Abtsstab, Buch und Maurerkelle. – Patron der Brautleute, Bauarbeiter.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg