14. Dezember 2018 Johannes vom Kreuz

Bernhard [Ahdt.: »der Bärenharte«] Lichtenberg

Sel., geb. am 3. Dezember 1875 in Ohlau an der Oder, erhielt 1899 die Priesterweihe, wurde 1913 Pfarrer der Herz-Jesu-Kirche in Berlin-Charlottenburg. 1931 Domkapitular, 1932 Dompfarrer und 1938 Dompropst in Berlin. Weil er öffentlich zum Gebet für christliche Nichtarier, Juden und Häftlinge in Gefängnissen und KZ aufforderte, wurde er 1941 verhaftet und 1942 wegen Vergehens gegen den Kanzelparagraphen und das Heimtückegesetz zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. In vorbildlicher Haltung ertrug Lichtenberg diese Zeit der Vereinsamung und des Leidens. 1943 sollte er, inzwischen schwer erkrankt, nach Dachau überführt werden. Dem Tod nahe kam er am 3. November in Hof an. Hier wurde er ins städtische Krankenhaus gebracht, wo er am 5. November 1943 starb. – Seligsprechung am 23. Juni 1996 in Berlin.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg