19. Juli 2018 Bernulf, Poppo

Engelbert I. [Ahdt.: »berühmt wie die Angeln«, die ursprünglich an der Bucht von Schleswig wohnten],

Hl., geb. um 1185 als Sohn des Grafen Engelbert von Berg, wurde 1199 zum Dompropst in Köln gewählt, folgte im Thronstreit zwischen Philipp von Schwaben und Otto IV. der treulosen Politik seinesVettersAdolf von Altena, wurde exkommuniziert und abgesetzt, unterwarf sich 1208 dem Papst und kämpfte zur Buße 1212 gegen die Albigenser. Dann ergriff er Partei für Friedrich II. und wurde 1216 einstimmig zum Erzbischof von Köln gewählt. Nun suchte Engelbert die Verheerungen der langen Kriegsjahre zu beheben. Er versuchte, aus dem Gebiet des Kölner Erzstiftes, aus der Grafschaft Berg, die er seit dem Tod seines Bruders 1218 verwaltete, und seinen herzoglichen Rechten in Niederlothringen und Westfalen ein starkes Territorium zu errichten. Friedrich II. ernannte ihn zum Reichsverweser und zum Vormund seines Sohnes Heinrich, den Engelbert 1222 in Aachen zum König krönte. Engelbert war auf Bewahrung des Landesfriedens sowie auf den Schutz der Klöster vor den Bedrückungen der adeligen Vögte bedacht. Sein Vettersohn Friedrich von Isenburg, Vogt des Stiftes Essen, wollte den Erzbischof gefangen nehmen. Er überfiel ihn am 7. November 1225 bei Gevelsberg. Als Engelbert sich zur Wehr setzte, wurde er erschlagen. 1226 wurde er feierlich im Dom beigesetzt und vom Kardinallegaten Konrad von Porto zum Märtyrer erklärt. – Seine Gebeine ruhen heute in einem prachtvollen Barock

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg