19. Juli 2018 Bernulf, Poppo

Bernward [Ahdt.: »Bär« u. »Hüter«] OSB

Hl., geb. um 960, entstammte sächsischem Adel. Um 975 begann er sein Studium an der Domschule Hildesheim und empfing anschließend in Mainz durch Erzbischof Willigis die höheren Weihen. 987 wurde ihm die Erziehung Ottos III. anvertraut. 993 zum Bischof von Hildesheim berufen, war Bernward um die Bildung des Klerus, die Seelsorge und die Verwaltung der Diözese bemüht. Durch Reisen im Dienst des Reiches nach Italien, Flandern und Frankreich erhielt er neue künstlerische Anregungen, durch die er die Hildesheimer Werkstätten für alle Künste zu hoher Blüte führte. Bernward gründete St.-Michael in Hildesheim als erstes Männerkloster seines Bistums. Am 11. November 1022 nahm er noch selbst das Gewand des hl. Benedikt. Wenige Tage später, am20. November 1022, starb Bernward. Er wurde in der Krypta von St.-Michael in einem selbst entworfenen Sarkophag beigesetzt. – Als erster Sachse wurde er am 21. Dezember 1192 heilig gesprochen. Nach der Säkularisation 1803 kam der größere Teil seiner Reliquien in die Magdalenenkirche. Haupt und rechter Arm befinden sich im Dom. Dargestellt in bischöflichen Gewändern mit Hammer, Kelch, Kreuz. – Mitpatron des Bistums Hildesheim; Patron der Goldschmiede.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg